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Gerda Breuer

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HandwerkCover

2014

255 Seiten
55 Farb- und 34 s/w-Abbildungen
Softcover
Format: 16,5 x 23,5 cm

ISBN 978-3-89739-814-6

Gerda Breuer, Christopher Oestereich (Hg.): seriell – individuell. Handwerkliches im Design. VDG Verlag, Weimar.

Gestaltung: Marc Schwarzer

Do it yourself, Eigenarbeit, New Craft, Social Crafting, Craft Punk, IKEA Hacking… – Handwerkliches erfreut sich seit geraumer Zeit neuer Aktualität. Welche Bezüge und Rückwirkungen diese Tendenz für Praxis und Diskurs des Design hat, inwiefern sich das Verhältnis von Handwerk und Design auch historisch befragen lässt, welche Folgerungen daraus gezogen werden können für aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen, das untersucht der vorliegende Sammelband aus ganz unterschiedlichen Perspektiven: Praxis und Theorie des Produkt-, Grafi k- und Textildesign, Handwerk, Kulturwissenschaft, Geschichte, Soziologie, Philosophie, Ingenieurwissenschaft.

Mit Beiträgen von Christine Ax, Gabriel Bensch, Yvonne Blumenthal, Gerda Breuer, Mònica Gaspar, Gerhard Glatzel, Sebastian Hackenschmidt, Carolin Höfl er, Dirk Hohnsträter, Stefan Jungklaus, Verena Kuni, Christopher Oestereich, Hermann Rotermund, Annika Schindelarz, Annina Schneller, Zuzana Šebeková, Dagmar Steffen, Ariane Varela Braga und Elke Katharina Wittich
 

KrauseCoverWEB

296 Seiten
188 Farb- und 139 s/w-Abbildungen
Hardcover
Format: 23 x 26 cm

ISBN 978-3-86832-213-2

Gerda Breuer, Pia Mingels (Hg.): Franz Krause 1897 – 1979 Architekt, KŸnstler, Poet. wienand Verlag, Köln.

Gestaltung: Pia Mingels

Der heute nahezu vergessene Architekt Franz Krause (18971979) befand sich oft im Zentrum der Avantgarde: Ob 1927 als Bauleiter der Stuttgarter Werkbundsiedlung am Wei§enhof, während des Dritten Reichs im Wuppertaler Arbeitskreis zusammen mit den Bauhausmeister Oskar Schlemmer und dem Maler Willi Baumeister, nach Kriegsende als Architekt der Villa Waldfrieden des Wuppertaler Lackfabrikanten Kurt Herberts oder als Lehrer der dortigen Werkkunstschule und Mitarbeiter von Werner Ruhnau am Gelsenkirchener Musiktheater überall inspirierte er Gemeinschaftsprojekte durch seine systematische und zugleich spielerische Arbeitsweise. Seine kleinen Styropor-Plastiken, sein Verschiebespiel "Vepada" sie sind Ergebnisse seiner Auseinandersetzung mit Raum und Bewegung, Lautgedichte und Sprachspiele Ausdruck seiner experimentellen Reflexion. Die vorliegende Monografie zeigt zum ersten Mal das große Spektrum seines bildnerischen, architektonischen und poetischen Werks. Das erscheint in Hinblick auf sein architektonisches Oeuvre notwendig, da es sich nicht allein aus architekturhistorischer Perspektive erschließen lässt. Als Spiel und künstlerisches Experiment stellt Krauses Werk dem Betrachter insgesamt eine immense Ideenfülle bereit.
 

KramerCover

ca. 400 Seiten
Farb- und s/w-Abbildungen
Softcover
Format: 21,5 x 26,5 cm

ISBN 978-3-8030-3215-7

Gerda Breuer (Hg.): Ferdinand Kramer. Design für variablen Gebrauch. Wasmuth Verlag, Tübingen.

Gestaltung: Julia Meer

Ferdinand Kramer (1898 1985), vor allem bekannt als Architekt von Siedlungsbauten innerhalb des „Neuen Frankfurt“ der 1920er Jahre oder der Goethe-Universität Frankfurt in der Zeit nach 1945, wird in dem Band erstmals umfassend als Designer von Möbeln und Alltagsdingen aller Art vorgestellt.

Am Beispiel zahlreicher Objekte - Lampen, Öfen, Kochtöpfe und Kannen aus den frühen 1920er Jahren, genormten Fenster- und Türbeschlägen sowie Klein- und Typenmöbel aus der Zeit des Neuen Frankfurt, mit Zeichnungen von Einzelmöbeln und ganzen Warenhauseinrichtungen aus der Zeit von Kramers Emigration in die USA, und Systemmöbeln aus der Goethe-Universität in Frankfurt - gibt der Buchband einen Überblick über das Gesamtwerk. Die Beispiele basieren auf der weltweit größten Sammlung von Designobjekten Ferdinand Kramers, aufgebaut von Gerda Breuer während ihrer Tätigkeit als Professorin an der Bergischen Universität Wuppertal, ergänzt um seltene Einzelstücke aus dem Besitz von Lore Kramer, der Ehefrau von Ferdinand Kramer.

Es ist die Reflexion neuer Entwicklungen in der historischen Moderne, vor allem der neue Lebensstil, der sich in Kramers Entwurfsprinzipien niederschlägt. Der Ausgleich sozialer Defizite durch menschenwürdiges, modernes Wohnen, das Einbeziehen neuer Produktionsbedingungen, neue Ansprüche an Flexibilität und Variabilität seiner Möbel durch die Mobilität einer großstädtischen Gesellschaft – sie materialisieren sich in den Dingen in einer intelligenten Vielfalt. Attribute wie Einfachheit, Benutzbarkeit und Zweckorientiertheit, Möbel zum Selbst-Zusammenbauen, modulare Möbelsysteme sowie zerlegbare Tische und Schränke, sie nehmen Entwurfsprinzipien von Möbeln wie für ein Warenhaus und lange vor Unternehmen wie IKEA vorweg.

Es ist aber vor allem auch der historische Zeithorizont, vor dem die Möbel ihre besondere Aura bekommen.

Kramers Lebenswerk ist unterteilt in seine drei wichtigsten Lebens- und Arbeitsorte: Frankfurt (1920 1948), New York (1938 1952) und wiederum Frankfurt (1952 1963)

1920 – 1938 - Frankfurt
Nützlichkeit, Variabilität, Rationalität standen in den 1920er Jahren aufgrund der prekären wirtschaftlichen Situation der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg im Vordergrund. Am Frankfurter Hochbauamt unter der Leitung des Stadtbaurates Ernst May war der junge Ferdinand Kramer ab 1925 für Fragen der Normung: Typisierung und Standardisierung, zuständig. Er entwarf Öfen, Türdrücker und Fensterbeschläge, Stahlzargen und Sperrholztüren, Möbel für Wohnsiedlungen, Schulen und Kindergärten. Nebenher entwickelte er Stühle und Schränke für die Firma Thonet. Zugleich war er in vielen einschlägigen programmatischen Ausstellungen vertreten, wie 1924 in Stuttgart bei der Werkbund-Ausstellung „Die Form" oder drei Jahre später in der Werkbund-Ausstellung „Die Wohnung" in der Weißenhofsiedlung, wo er ein Reihenhaus von J. J. P. Oud und zwei Wohnungen im Haus von Ludwig Mies van der Rohe einrichtete. Am Beispiel seiner Möbel untersucht der Band seine Entwurfsorientierungen, die Auseiandersetzung mit seinen Vorbildern Adolf Loos und Le Corbusier, seine Arbeit im Rahmen des „Neuen Frankfurt“ und vieles andere mehr.

1938 – 1952 - Emigration in die USA
Nachdem er 1937 aus der Reichskammer der bildenden Künste ausgeschlossen und mit Arbeitsverbot belegt worden war, emigrierte Kramer 1938 in die USA. Mehr als viele seiner Kollegen, zum Beispiel vom Bauhaus, faszinierte ihn der mobile Lebensstil der Amerikaner. Zahlreiche neue Möbel entwarf er: z.B. Miniküchen auf Rädern, „Knock-Down-Furniture“ – zerlegbare Möbel nach dem Vorbild amerikanischer „Knock-Down-Houses“ –, stapelbare, zusammenklappbare, fahrbare Möbel, angepasst an das „Do-it-yourself-Prinzip“, ganze Wareneinrichtungen nach neuesten Theorien der Wahrnehmung und sogar einen Wegwerf-Regenschirm aus Papier, den äußerst erfolgreichen „Rainbelle“. Zugleich arbeitete er als Architekt mit den Frankfurter jüdischen Emigranten des „Instituts für Sozialforschung“, u.a. mit Max Horkheimer und mit seinem Jugendfreund Theodor W. Adorno, zusammen.

1952 – 1963 - Frankfurt
Es war Max Horkheimer, ab 1951 Rektor der Frankfurter Universität, über den Kramer 1952 nach Deutschland zurückkehrte und der ihn als Baudirektor der Johann Wolfgang Goethe-Universität mit dem Wiederaufbau betraute. Kramer baute nicht nur das zerstörte Universitätsgelände mit 23 neuen Instituts-Gebäuden wieder auf, sondern übernahm auch deren Inneneinrichtung. Hierfür benötigte er Systemmöbel für den Massenbedarf, die gleichermaßen für einen variablen Gebrauch verwendbar waren. Zum Teil griff er auf Möbel aus den 1920er Jahren zurück und legte sie neu auf, zum Teil schuf er neue Möbelprogramme, z.B. die kd-Möbel (kd = knock down), zerlegbare Tische und Schränke in einem modularen System, mit verschiedenen Formaten und mit vielen Kombinationsmöglichkeiten.

Besonders interessant ist, dass er sich nicht scheute, auf bewährte, anonyme Einrichtungsgegenstände, die auf dem Markt schon vorhanden waren, zurück zu greifen, sie teilweise zu ergänzen oder zu verbessern. Auch Möbel von den Eames, Nico Kralj, Egon Eiermann, der Hardoy Chair und der Fledermaus-Sessel kamen zum Einsatz. Unabhängig vom Status der Person, ob Rektor, Dozent oder Student, wurden Kramers Möbel in allen Räumen der Universität eingesetzt. Beiläufig und zurückhaltend waren sie „stumme Diener“ eines aufgeklärten, demokratischen Geistes und gaben der Frankfurter Universität inmitten der restaurativen 50er Jahre ein besonderes modernes Flair.

Immer wieder erlebten Kramers Arbeiten auch nach seinem Tod Interesse. Zur Zeit erfahren seine Entwürfe ein unvergleichliches Revival und werden als Klassiker auf dem Markt von originalen Vintages und als Nachbauten neu gehandelt.

Querschnitte

2013

332 Seiten
ca. 100 Farb- und s/w-Abbildungen
Klappenbroschur
Format: 18,0 x 26,0 cm

ISBN 978-3-89479-840-6

Elina Knorpp, Christopher Oestereich (Hg.): Querschnitte – Kunst, Design, Architektur im Blick. Nicolai Verlag, Berlin.

Gestaltung: Marc Schwarzer

Der vorliegende Band bietet einen spannenden Querschnitt durch die Kunst- und Kulturgeschichte mit wissenschaftlichen Beiträgen zu Kunst, Design, Architektur, Mode, Zeitschriften- und Ausstellungsgestaltung. Als Festschrift für Professor Gerda Breuer (Bergische Universität Wuppertal) würdigt das Buch ihren Beitrag zur Forschung auf diesen Gebieten.

Mit Texten von Omar Akbar, Sabine Bartelsheim, Regina Bittner, Franziska Bollerey, Bazon Brock, Joachim Driller, Magdalena Droste, Beate Eickhoff, Petra Eisele, Michael Erlhoff, Hermann Glaser, Christiane Heiser, Klaus Honnef, Elina Knorpp, Cornelia May, Julia Meer, Cordula Meier, Pia Mingels, Michael Müller, Christopher Oestereich, Philipp Oswalt, Walter Prigge, Gert Selle, René Spitz, Dagmar Steffen, Karin Wilhelm, Andreas Zeising.

GespiegeltesIch

192 Seiten
115 Abbildungen
Flexcover
Format: 20 x 28 cm

ISBN 978-3-89479-799-7

Gerda Breuer, Elina Knorpp (Hg.): Gespiegeltes Ich – Fotografische Selbstbildnisse von Künstlerinnen und Fotografinnen in den 1920er Jahren. Nicolai Verlag, Berlin.


In den historischen Avantgarden der 1920er Jahre spielte das Selbstbildnis eine besondere Rolle. Auffallend häufig porträtierten sich VertreterInnen der angewandten Künste mit dem damals neuen Medium Fotografie. Die schnell und einfach zu bedienenden neuen Handkameras boten ihnen Gelegenheit, den Status des Subjekts durch Selbstbefragungen, Rollenspiele, Maskeraden und Transgressionen ins andere Geschlecht zu reflektieren. Insbesondere Frauen überprüften in dieser Zeit die Vorstellung traditioneller Geschlechteridentitäten und Klischees weiblicher Repräsentation.

Im Zentrum dieser Publikation stehen unter anderem Künstlerinnen wie Marianne Brandt, Marianne Breslauer, Claude Cahun, Florence Henri, Lotte Jacobi, Germaine Krull, Dora Maar, Lucia Moholy, Ré Soupault, Grete Stern und  Varvara Stepanova.

FolkwangCover

2012

484 Seiten
ca. 2
40 Farb- und s/w-Abbildungen
Flexcover
Format:
19 x 26 cm

ISBN 978-3-8030-3212-3

Gerda Breuer, Sabine Bartelsheim, Christopher Oestereich (Hg.): Lehre und Lehrer an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen – Von den Anfängen bis 1972. Ernst Wasmuth Verlag, Tübingen / Berlin.

Gestaltung: Christof Becker, Marc Schwarzer

Buchvorstellung
Samstag, 14. Juli 2012, 17.30 Uhr
SANAA-Gebäude auf Zollverein (im Rahmen des
Sichtwerk 2012)

Die Essener Designerschule gehörte stets zu den bedeutendsten, innovativsten Ausbildungsstätten für Gestalter durch alle wechselnden Zeitläufte vierer verschiedener Gesellschaftssysteme hindurch: vom Kaiserreich über die Weimarer Republik und die NS-Diktatur bis hin zur Bundesrepublik. Dabei hob nicht nur das Folkwang-Konzept – der Versuch, bildende, angewandte und darstellende Künste an einem Ort zusammenzuführen – die Essener Einrichtung aus der Anzahl verwandter Institute heraus. Gerade die Folkwang-Schule wirkte durch das Zusammenwachsen von Lehrenden und Lernenden als Ort, der eine ganz eigene berufliche Gruppenidentität ermöglichte.

Der vorliegende Band nähert sich dem Phänomen Folkwang-Schule auf verschiedene Weise. Wissenschaftlich fundierte Texte beleuchten zentrale Aspekte der bewegten Geschichte der Schule, wie die Entwicklung einzelner Fachrichtungen, wie Grafik, Fotografie oder Industrie-Design, die Veränderungen während der NS-Zeit und die Neuorientierungen in der Zeit des Wiederaufbaus nach 1945. Sie würdigen herausragende Lehrpersönlichkeiten wie den langjährigen Leiter Alfred Fischer oder die Pioniere professioneller Fotografie Albert Renger-Patzsch und Otto Steinert. Begleitet sind die Texte von historischen Dokumenten, die den Wandel der Lehre, aber auch Auseinandersetzungen während der NS-Diktatur belegen. Ebenso enthält der Band eine umfassende Sammlung biografischer Skizzen zu beinahe allen Lehrpersönlichkeiten bis Anfang der 1970er Jahre.

Breiten Raum nehmen Interviews und Erinnerungen ehemaliger Studierender und Lehrender ein, die die historische Betrachtung um ihre unmittelbaren Eindrücke bereichern. Eine große Auswahl von Bildern aus dem Alltag der Schule illustriert ihre Geschichte und Leistung in den ersten sechzig Jahren.

TypografinnenCover

608 Seiten
554
Farb- und s/w Abbildungen
Flexocover
Format:
18 x 23 cm

ISBN
978-3-86859-153-8

Gerda Breuer / Julia Meer (Hg.): Woman in Graphic Design 1890–2012 – Frauen und Grafik-Design. jovis Verlag, Berlin.

Gestaltung: Julia Meer

Warum gibt es in der Designgeschichte scheinbar so wenige Frauen? Warum sprechen immer noch so wenige Frauen auf Konferenzen? Warum werden ehemals bekannte Frauen ›vergessen‹? Welche Auswirkungen hat die Gender-Debatte auf den heutigen Arbeitsalltag? Werden Frauen heute allein aufgrund der Qualität ihrer Arbeiten beurteilt?
Seit den Anfängen der Professionalisierung haben Grafik-Designerinnen aktiv und erfolgreich gearbeitet, dennoch wurden Frauen bis auf wenige Ausnahmen nicht in die ›offizielle‹ Designgeschichte aufgenommen. Auch heute ist – trotz der Behauptung, die Geschlechterfrage im Grafik-Design sei obsolet – nur ein geringer Prozentsatz der tätigen Gestalterinnen öffentlich sichtbar.
Der vorliegende, opulent illustrierte Band zeigt Ursachen wie die konstruierte Synthese von Männlichkeit und künstlerischer Genialität auf und stellt wichtige Gestalterinnen vor. Zahlreiche Kurzbiografien vergegenwärtigen ihre Wege zur Professionalisierung, flankiert von Essays, Quellen und ausführlichen Gesprächen mit bekannten heutigen Designerinnen.

Wissenschaftliche Beiträge von Sabine Bartelsheim, Gerda Breuer, Ute Brüning, Jochen Eisenbrand, Ellen Lupton, Julia Meer, Ada Raev, Bettina Richter, Patrick Rössler, Martha Scotford and Judith Siegmund.
Programmatische Schriften von Paula Scher, Sheila Levrant de Bretteville, Natalia Goncharova, Ellen Lupton, Martha Scotford, Véronique Vienne, Astrid Stavro, Alissa Walker etc.
Interviews mit Irma Boom, Paula Scher, Sheila Levrant de Bretteville, Julia Hoffmann, ›Swiss Miss‹ Tina Roth Eisenberg, Katja M. Becker, Anna Berkenbusch, Heike Grebin, Gisela Grosse, Miriam and Nina Lambert, Iris Utikal and Judith Grieshaber.

WG5

280 Seiten
81
Duplex Abbildungen
Paperback
Format:
14,5 x 22,2 cm

ISBN 978-3-9811973-2-7

Gerda Breuer (Hg.): Architekturfotografie der Nachkriegsmoderne Wuppertaler Gespräche 5
stroemfeld Verlag, Frankfurt a.M.

Gestaltung: Marc Schwarzer

Das Registrieren des deutschen Städtebaus – seiner Zerstörung, der „langen Schatten der Trümmerzeit“ und des Neuaufbaus – hat vor allem die Fotografie unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges geleistet. Sie hat sich besondere Verdienste um die Aufhellung des ansonsten schnell ins Dunkel des geschichtlichen Gedächtnisses versinkenden Übergangszeit erworben und beginnt mit einer Architekturfotografie, die aus der Moderne kommt, neue Sichtweisen zu akzentuieren. In nicht unerheblichem Maße dürfte sie, wie die Architektur der fünfziger Jahre selbst, an einer Identitätskonstruktion der sogenannten Nachkriegsmoderne mitgewirkt haben.

ERRELL

2011

152 Seiten
über 100 Abbildungen in s/w und Farbe
Hardcover
Format: 2
2 x 20 cm

ISBN 978-3-9811973-2-7

Kunst und Krefeld e.V. (Hg.), Gerda Breuer, Ronny Loewy, Johannes Saenger:
Richard Errell. Deutschland – Israel – Schweiz. Stationen eines jüdischen Künstlerlebens.
Krefeld, 2011.

Gestaltung: Christof Becker

»Die Zeit, in der Errell mit dem Medium Fotografie in der Werbung zu arbeiten beginnt, ist einerseits gekennzeichnet von einer sich rasant entwickelnden Fototechnik – der preiswerten Kleinbildkamera und des Rollfilms beispielsweise –, andererseits aber auch von der Diskussion um eine zeitgemäße und selbstbewusste Fotografie. Sie will nicht mehr die höher gewertete freie Kunst als
»Kunstphotographie«, orientiert an der Malerei des 19. Jahrhunderts, nachahmen, sondern die ihr eigenen Bedingungen zur Geltung bringen – eine »fotografische Fotografie« sein, wie es Albert Renger-Patzsch, der bekannteste Vertreter der »Neuen Sachlichkeit«, nennt.«

Aus: Gerda Breuer: »Es liegt in der Luft« – Zur Werbegrafik der 20er und frühen 30er Jahre von Errell. In: Kunst & Krefeld e.V. (Hg.): Richard Errell. Deutschland – Israel – Schweiz. Stationen eines jüdischen Künstlerlebens, Krefeld 2011, S.
28–53, hier S. 42f.

CoverGRAEFF

2010

jovis Verlag Berlin
www.jovis.de

340 Seiten
133 farb. und 223 s/w Abbildungen
Hardcover
Format: 23 x 30 cm

ISBN 978-3-86859-057-9

Gerda Breuer (Hg.): Werner Graeff (1901–1978). Der Künstleringenieur.
jovis Verlag, Berlin, 2010.

Gestaltung: Christof Becker, Marc Schwarzer

Die Publikation wird von der Doppelausstellung »Es kommt der neue Ingenieur! Max Burchartz und Werner Graeff am Bauhaus« begleitet, die vom 20. Februar bis 18. April 2010 in den Meisterhäusern Kandinsky/Klee in Dessau–Roßlau gezeigt wird.

Der Katalog wird finanziert von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach–Stiftung, Essen.

Werner Graeff kam 1921 ans Bauhaus und zählte nach seinem Studium bei Johannes Itten zu der äußerst impulsgebenden Gruppe der Bauhausstudenten um van Doesburg. Diese Zeit ist der Nucleus seiner Entwicklung zum vorwiegend konstruktivistischen Künstler. Er wurde Mitglied der niederländischen de Stijl-Gruppe und gründete mit dem Filmer Hans Richter die Zeitschrift »G«, wo er die Texte »Es kommt der neue Ingenieur« und »Wir wollen nicht länger Analphabeten sein« herausgab. 1927 war er PR-Chef der Architekturausstellung auf dem Weißenhof in Stuttgart, veröffentlichte die Bücher »Bau und Wohnung« sowie »Innenräume« und anschließend die Schrift »Es kommt der neue Fotograf!«. Seine Beschäftigung mit dem abstrakten Film intensivierte er zusammen mit Hans Richter. Graeff zählt zur Avantgarde dieser Zeit. 1934 emigrierte er nach Spanien und entfaltete auch weiterhin mit zahlreichen Aktivitäten das Werk eines äußerst produktiven Multitalents. Wie Burchartz wurde er Lehrer für Fotografie und Grafik an der Folkwang Schule in Essen und widmete sich in seinem Spätwerk der Malerei und der künstlerischen Gestaltung des Ruhrgebiets.

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