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Kunst und Krefeld e.V. (Hg.), Gerda Breuer, Ronny Loewy, Johannes Saenger: Richard Errell. Deutschland – Israel – Schweiz. Stationen eines jüdischen Künstlerlebens. Krefeld, 2011
Gestaltung: Christof Becker
»Die Zeit, in der Errell mit dem Medium Fotografie in der Werbung zu arbeiten beginnt, ist einerseits gekennzeichnet von einer sich rasant entwickelnden Fototechnik – der preiswerten Kleinbildkamera und des Rollfilms beispielsweise –, andererseits aber auch von der Diskussion um eine zeitgemäße und selbstbewusste Fotografie. Sie will nicht mehr die höher gewertete freie Kunst als »Kunstphotographie«, orientiert an der Malerei des 19. Jahrhunderts, nachahmen, sondern die ihr eigenen Bedingungen zur Geltung bringen – eine »fotografische Fotografie« sein, wie es Albert Renger-Patzsch, der bekannteste Vertreter der »Neuen Sachlichkeit«, nennt.«
Aus: Gerda Breuer: »Es liegt in der Luft« – Zur Werbegrafik der 20er und frühen 30er Jahre von Errell. In: Kunst & Krefeld e.V. (Hg.): Richard Errell. Deutschland – Israel – Schweiz. Stationen eines jüdischen Künstlerlebens, Krefeld 2011, S. 28-53, hier S. 42f.
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Gerda Breuer (Hg.): Max Burchartz. 1887–1961. Künstler. Typograf. Pädagoge. Jovis–Verlag, Berlin, 2010
Gestaltung: Julia Meer
Die Publikation wird von der Doppelausstellung »Es kommt der neue Ingenieur! Max Burchartz und Werner Graeff am Bauhaus« begleitet, die vom 20. Februar bis 18. April 2010 in den Meisterhäusern Kandinsky/Klee in Dessau–Roßlau gezeigt wird.
Der 1887 in Wuppertal geborene Max Burchartz kam, nach seiner Ausbildung zum Maler an der Kunstakademie Düsseldorf, ebenfalls 1921 nach Weimar, zählte zum Kreis der Künstler am Ort, die die Kurse von Theo van Doesburg besuchten, pflegte ein freundschaftliches Verhältnis mit Lehrern des Bauhauses und arbeitete in Buchveröffentlichungen mit ihnen zusammen. Wie Graeff nahm er an den entscheidenden Aktivitäten der elementaristischen Avantgarde teil. Und auch ähnlich wie dieser gab er seine Malerei auf. Er verschrieb sich nun ganz der Neuen Gestaltung in Typografie und Werbung. 1924 zog er aus diesem Grund ins Kerngebiet industrieller Entwicklung um: in das Ruhrgebiet und gründete in Bochum die Werbeagentur »werbebau«. Es entstand eine für diese Zeit ausgesprochen radikale Typografie. Er schrieb, ähnlich wie Graeff, zahlreiche programmatische Artikel in einschlägigen internationalen Fachzeitschriften und gab kunsttheoretische und -pädagogische Bücher heraus. Ab 1926 begann, mit Unterbrechungen, seine Lehrtätigkeit an der Folkwangschule in Essen. Burchartz' Kunst wird 1937 auf der Femeausstellung »Entartete Kunst« in München gezeigt, seine Malerei als »bolschewistische Entartung« diskreditiert. Nach dem Krieg wurde er wiederum Lehrer an der Folkwang Schule Essen. 1961 starb er in Essen; posthum erschien seiner Gestaltungslehre »Schule des Schauens«.
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Gerda Breuer: Hans Schwippert. Bonner Bundeshaus 1949
Vor 60 Jahren, am 7. September 1949, trat der Deutsche Bundestag zum ersten Mal zusammen und weihte damit das Bundeshaus in Bonn ein. Der Architekt des ersten Parlamentsgebäudes war Hans Schwippert. Ihm wurde damit der Entwurf des wichtigsten Gebäudes der Nachkriegszeit anvertraut. Das Jubiläum ist Anlass für die Publikation »Hans Schwippert. Bonner Bundeshaus« von Prof. Dr. Gerda Breuer. Eine umfassende Monografie zum Werk des Architekten, der maßgeblich am Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligt war, wird Ende des Jahres folgen. Der Vortrag wird das bedeutendste Werk von Schwippert im architektur- und zeitgeschichtlichen Kontext der Nachkriegszeit vorstellen.
Die Publikation Hans Schwippert – Bonner Bundeshaus, 1949 v. Gerda Breuer, Gestaltung: Christof Becker, Wasmuth Verlag, Tübingen ist beim diesjährigen Architekturbuchpreis des Deutschen Architekturmuseums Frankfurt am Main von der Jury als Preisträger bestimmt worden. Aus insgesamt 200 Einsendungen von 60 internationalen Verlagen wurden fünf (gleichrangige) Preisträger in den Kategorien Monografie, Historische Monografie, Dokumentation von Zeitgeschichte mit Architektur, Fotografie / Bildband und Lehrbuch ausgewählt. Das Buch erhielt den Preis für die Kategorie »Dokumentation von Zeitgeschichte mit Architektur«. Die preisgekrönten Bücher wurden am 15.10.2009 zusätzlich auf der Frankfurter Buchmesse im Rahmen einer Preisverleihung vorgestellt.
Die Publikation Hans Schwippert – Bonner Bundeshaus, 1949 v. Gerda Breuer, Gestaltung: Christof Becker, Wasmuth Verlag, Tübingen ist von der Stiftung Buchkunst als eines der schönsten deutschen Bücher 2009 unter 1035 eingereichten Büchern prämiert worden.
Buchvorstellung: Vortrag mit Originalfilmen von Plenarsitzungen 27.10.2009 á 18.00 Uhr // Galerie im Kolkmannhaus // Hofaue 51–55
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