Gerda Breuer

Gerda Breuer: »Der Architekt Hans Schwippert. Moderation des Wiederaufbaus« Aus dem Deutschen Kunstarchiv 7

Mit der Vita des Architekten Hans Schwippert (1899-1973) verbindet sich der architekturgestalterische Neuanfang der Bundesrepublik Deutschland. Unauslöschlich im Gedächtnis geblieben ist den meisten Bundesbürgern sein Entwurf für das Deutsche Bundeshaus in Bonn 1948/49, das mit seiner lichtdurchfluteten Glasarchitektur, der kreisförmigen Anordnung der Sitze im Plenarsaal und dem sachlich-bescheidenen Interieur Politik in gewandelten Zeiten versinnbildlichte.

Schwippert prägte indes in weiteren leitenden Funktionen den Geist des Wiederaufbaus: ob als langjähriger Vorsitzender des Deutschen Werkbundes, als Verfasser der Ausstellungskonzeptionen im Deutschen Pavillon der Brüsseler Weltausstellung 1958, als Direktor der Kunstakademie in Düsseldorf oder mit einem Hochhaus auf der INTERBAU 1957 im Hansaviertel Berlin. Nicht zuletzt wegen eines ausgeprägten Netzwerkes an Gleichgesinnten hatte er großen Einfluss auf die kulturelle Entwicklung der Nachkriegsdekaden.

Der umfangreiche Nachlass von Hans Schwippert, der im Deutschen Kunstarchiv verwahrt wird, war Grundlage für zwei Publikationen, die in diesem Vortrag vorgestellt werden.

MITTWOCH, 14. APRIL 2010, 19.00 UHR

Deutsches Kunstarchiv
im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg
Aufseß-Saal, Eingang Kartäusergasse 1
90402 Nürnberg

Telefon + 49 911 1331 - 0
Telefax + 49 911 1331 - 200

www.gnm.de

2010

EINLADUNGSKARTE // PDF

Gerda Breuer: »Selbstinszenierung von Architekten/Designern mit dem neuen Medium Fotografie in den 1920er Jahren«

Vortrag von Prof. Dr. Gerda Breuer, Bergische Universität Wuppertal
am Donnerstag, 4. März 2010 an der Universität für angewandte Kunst, Wien, im Rahmen des internationalen Symposiums »Die Wiederkehr des Künstlers. Themen und Positionen der aktuellen Künstler/innenforschung«

»Großstadt und Signaletik – Gestalten des städtischen Raums in den 1920er Jahren«

Vortrag von Prof. Dr. Gerda Bruer, Bergische Universität Wuppertal am 3. Dezember im Rahmen des Symposiums »Die Großstadt. Motor der Künste in der Moderne«

Interdisziplinäre Vortragsreihe des Department Kunstwissenschaften im Rahmen des MCIAR Munich Centre for Interdisciplinary Arts Research im Wintersemester 2009/10

Die Geschichte der Moderne ist eng mit der städtischen Kultur verbunden. Entscheidende künstlerische Innovationen fanden in den künstlerischen Metropolen statt, auch die Wahrnehmung von Großstadt war bedeutend für die Entstehung von künstlerischen Strömungen und die Arbeit von Künstlern. So lässt sich konstatieren: Übergreifend für die bildenden Künste und ihre Nachbardisziplinen war der urbane Raum ein wichtiger Bezugspunkt und fand Eingang in theoretische Reflexionen wie Ludwig Meidners „Anleitung zum Malen von Großstadtbildern“ aus dem Jahr 1914. Die Großstadt bildete sich nicht nur körperlich in Werken ab - beispielhaft sind Paul Citroens Fotomontage „Metropolis“ und Filme wie „Asphalt“ oder „Die Straße“ – sondern Geschwindigkeit, Verkehr, Bebauung inspirierten auch zu neuen künstlerischen Ausdrucksweisen. Die Vortragreihe wird sich dem Phänomen Großstadt als Motor für die Künste der Moderne und als zu gestaltender Raum seit dem späten 19. Jahrhundert bis in die 1940er Jahre umfassend widmen – darunter Malerei, Architektur, Städtebau, Design, Fotografie, Film, Theater und Mode. ( Quelle: www.kunstwissenschaften.uni-muenchen.de )

2009

Buchvorstellung – Gerda Breuer (HG.):
»Hans Schwippert: Bonner Bundeshaus.
Mit einer Auswahl aus dem Briefwechsel mit Konrad Adenauer«


Vortrag mit Originalfilmen von Plenarsitzungen

27.10.2009 á 18.00 Uhr
Galerie im Kolkmannhaus, Hofaue 51–55

90 Jahre Bauhaus – Öffentliche Vortragsreihe zum Gründungsjubiläum der Schule für Gestaltung.

Das Jubiläum des Bauhauses ist in aller Munde und wird in Weimar, Dessau und Berlin mit großen Ausstellungen, Publikationen und Vorträgen gefeiert.

Parallel dazu würdigt der Lehrstuhl für Kunst– und Designgeschichte der Bergischen Universität Wuppertal die einstige »Kunstschule der Moderne«, die sich mit Architektur, Kunst und Design auseinandersetzte.

Das Bauhaus – Spiegel der Weimarer Republik – hat sich mit den aktuellen Themen der Zeit beschäftigt: dem Neuen und industriellen Bauen und Wohnen, der Utopie vom »Neuen Menschen«, mit moderner Typografie und Fotografie, abstrakter Kunst und freiem Tanz. Viele seiner Schöpfungen aus den Werkstätten werden bis heute produziert und gelten als Moderne Klassiker. Berühmte Architekten wie der Gründer Walter Gropius, dann die beiden weiteren Direktoren Hannes Meyer und Ludwig Mies van der Rohe, Künstler wie Paul Klee, Johannes Itten, Oskar Schlemmer, Lászlò Moholy-Nagy und  Wassily Kandinsky lehrten an der Schule und trugen zu ihrem Ruhm bei.

Prof. Dr. phil. Gerda Breuer, MA, langjährige Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirates der Stiftung Bauhaus Dessau und Professorin für Kunst- und Designgeschichte an der Bergischen Universität Wuppertal beschreibt in 3 öffentlichen Vorträgen Stadien und Aspekte der Geschichte des Bauhauses.

Ort: Uni-Galerie im Kolkmannhaus
Hofaue 51-53,  42103 Wuppertal

1.  Vortrag:
Die Idee des Bauhauses. Die Anfänge in Weimar bis 1925,
Dienstag, 9. Juni 2009, 18.00 Uhr

2.  Vortrag:
Das Bauhaus-Bild. Dessau und die Konsolidierung der Gestaltung,
Dienstag, 23. Juni 2009, 18.00 Uhr

3.  Vortrag:
Hannes Meyer, Ludwig Mies van der Rohe und die Fortführung der Bauhauslehre,
Dienstag, 7. Juli 2009, 18.00 Uhr

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