Gerda Breuer: »Der Architekt Hans Schwippert. Moderation des Wiederaufbaus« Aus dem Deutschen Kunstarchiv 7 Mit der Vita des Architekten Hans Schwippert (1899-1973) verbindet sich der architekturgestalterische Neuanfang der Bundesrepublik Deutschland. Unauslöschlich im Gedächtnis geblieben ist den meisten Bundesbürgern sein Entwurf für das Deutsche Bundeshaus in Bonn 1948/49, das mit seiner lichtdurchfluteten Glasarchitektur, der kreisförmigen Anordnung der Sitze im Plenarsaal und dem sachlich-bescheidenen Interieur Politik in gewandelten Zeiten versinnbildlichte. Schwippert prägte indes in weiteren leitenden Funktionen den Geist des Wiederaufbaus: ob als langjähriger Vorsitzender des Deutschen Werkbundes, als Verfasser der Ausstellungskonzeptionen im Deutschen Pavillon der Brüsseler Weltausstellung 1958, als Direktor der Kunstakademie in Düsseldorf oder mit einem Hochhaus auf der INTERBAU 1957 im Hansaviertel Berlin. Nicht zuletzt wegen eines ausgeprägten Netzwerkes an Gleichgesinnten hatte er großen Einfluss auf die kulturelle Entwicklung der Nachkriegsdekaden. Telefon + 49 911 1331 - 0 |
2010 |
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